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Leben mit Diabetes

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Früherkennung von Diabetes: Familiengeschichte beachten

Warum kann der eine dick wie ein Ballon werden ohne an Diabetes zu erkranken, während der andere trotz relativ geringem Übergewicht die gefürchtete Diabetes Typ 2-Diagnose bekommt? Zwar wird tatsächlich in den letzten Jahren sehr viel Aufheben darum gemacht, dass Übergewicht, falsche Ernährung und Bewegungsmangel zu Diabetes führen, doch letztendlich ist es nur die halbe Wahrheit: Die Gene spielen eine genauso große Rolle.

Spezielle Genvarianten erhöhen das Diabetes-Risiko

Ein Tübinger Forscher mit Namen Hans-Ulrich Häring beschäftigt sich bereits seit über fünfzehn Jahren mit unterschiedlichen Genvarianten, die möglicherweise das Diabetesrisiko erhöhen. Er fand insgesamt über 80 Varianten, die auf irgendeine Weise mit Diabetes Typ 2 assoziiert sind - allerdings beeinflussen nur wenige davon tatsächlich das Risiko irgendwann an Diabetes zu erkranken.

Die einzige Ausnahme ist eine Genvariante namens TCF7L2, bei der der Körper nicht imstande ist, auf einen erhöhten Blutzuckerspiegel mit einer entsprechend stärkeren Ausschüttung von Insulin zu reagieren. In Südwestdeutschland ist etwa jeder Zehnte von dieser Genvariante betroffen.

Fettverteilung im Körper ist wichtig

Nicht nur die Gene hat Professor Häring ausführlich untersucht, sondern auch die Fettverteilung im Körper - die ebenfalls teilweise vererbt wird. Die Art, wie sich das Fett im Körper verteilt, scheint einen größeren Einfluss darauf zu haben, ob jemand Diabetes Typ 2 entwickelt oder nicht - und gibt Antwort auf die eingangs gestellte Frage von mir. Härings Studien zufolge entsteht Diabetes Typ 2 nämlich eher bei Menschen, bei denen das Fett in der Bauchhöhle gespeichert wird, wo es auch die inneren Organe belastet und schneller zu einer Fettleber führt. Die Menschen, bei denen sich das Fett im Unterhautfettgewebe absetzt, können dagegen dick werden, ohne Diabetes zu riskieren.

Die Fettleber scheint zumindest bei einem Teil der Patienten "schuld" an der Diabetes zu haben - die Wissenschaftler vermuten jedenfalls, dass sie Einfluss auf die Blutgefäße und auch auf die Bauchspeicheldrüse nimmt, die wiederum die Insulin-produzierenden Zellen beeinflusst. Ist die Fettleber erst einmal entstanden, helfen auch Diäten und mehr Sport nicht mehr viel.

Häring hofft, dass mit Hilfe einer Frühdiagnose beispielsweise die Genvariante TCF7L2 oder die "ungesunde" Fettverteilung im Körper besser erkannt werden können und so bessere Präventionsmaßnahmen gegen Diabetes getroffen werden können. Bislang sind jedoch noch zu viele Vermutungen und "wenn und ob" in diesen Studien um konkrete Maßnahmen zu ergreifen.
2.8.13 12:25


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Sommerhitze und Diabetes

Monatelang jammerte Deutschland über mieses Wetter - jetzt wird über die Hitzewelle gestöhnt. Wenn sich überhaupt jemand über schwüle Nächte beklagen darf, dann wir Diabetiker, denn es ist mittlerweile hinlänglich bekannt, dass sich Hitze negativ auf den Stoffwechsel auswirkt. Ich habe einige Tipps gesammelt, mit denen es sich besser durch die sommerliche Hitze kommen lässt.



Viel Trinken, richtig Essen

Das wichtigste (nicht nur) für Diabetiker ist das Vermeiden einer Dehydration. Anders gesagt: Viel Trinken. Durch das Schwitzen verliert der Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Salz und wichtige Mineralstoffe. Am besten eignet sich Gemüsesuppe um den Mineralstoffhaushalt auszugleichen. Die bei Sportlern beliebten isotonischen Getränke sind dagegen für Diabetiker nicht geeignet, da sie zu viel Zucker enthalten. Menschen, die stark schwitzen und entsprechend viele Mineralstoffe verlieren, können sich zudem mit Elektrolyt-Präparaten aus der Apotheke helfen.

Bei großer Hitze schwindet oft das Hungergefühl, was bei Diabetikern dann zu Unterzuckerung führen kann. Gute Lieferanten von Kohlenhydraten sind beispielsweise Ofenkartoffeln oder Pellkartoffeln, die auch kalt genossen werden können, sowie Salate in jeder Form. Als ideale Erfrischung für zwischendurch ist Obst gut geeignet, zum Beispiel ein Stück eiskalte Wassermelone.

Medikamente

Wichtig ist auch, den Blutzuckerspiegel häufiger zu messen, denn das starke Schwitzen kann schnell zu einer Unterzuckerung führen. Medikamente sollten möglichst kühl aufbewahrt werden, da sie sonst ihre Wirkung verlieren. Das gilt auch für Insulin. Wer einen langen Tag am Badesee oder Strand plant, sollte Medikamente, Insulin und Teststreifen möglichst kühl aufbewahren, zum Beispiel in einer Kühlbox. Allerdings darf das Insulin auch nicht einfrieren. Daher am besten alle Diabetes-Medikamente in einen wasserfesten Beutel tun und mit einem Küchentuch oder Handtuch umwickeln, damit es nicht mit den Kühlakkus in Berührung kommt.

Sport nur am frühen Morgen

Niemand braucht ganz auf seinen täglichen Sport zu verzichten, doch er sollte unbedingt in die kühlen Morgenstunden verlegt werden. Am späteren Abend ist es zwar auch wieder kühl, aber dann ist die Ozonbelastung wesentlich höher. Wer sich unbedingt tagsüber bewegen will, sollte im Freibad einige Bahnen schwimmen und sich anschließend in den Schatten legen. In der heißen Mittagszeit wird eine ausgiebige Siesta empfohlen, d.h. ein schattiger ruhiger Ort zum Schlafen, Dösen oder Lesen. Für Abkühlung sorgen neben Ventilatoren auch kalte Umschläge oder kaltes Wasser, das direkt aus dem Hahn über die Handgelenke läuft.
25.7.13 14:22


Vitamin D schützt vor Diabetes

Ein Mangel an Vitamin D wird schon lange als mögliche Ursache für eine Diabetes Typ 1-Erkrankung gehandelt. Eine Kontroll-Studie der University of California in San Diego konnte dies in einer umfangreichen Untersuchung mit 2000 US-Soldaten belegen.





Soll ich mich jetzt bei meinen Eltern beklagen, dass ich im sonnenarmen Deutschland aufwachsen musste und nicht unter der beständig strahlenden Sonne in Kalifornien? Aber erst einmal der Reihe.



Vitamin D - das "Sonnenvitamin"

Die meisten Vitamine werden über die Nahrung aufgenommen, zum Beispiel das allseits bekannte Vitamin C, das in Zitrusfrüchten steckt. Beim Vitamin D handelt es sich dagegen eigentlich gar nicht um ein Vitamin, sondern um ein Hormon, das der Körper aus dem Cholesterol in der Haut selbst herstellen kann. Allerdings nur, wenn er genügend UV-B-Strahlung abbekommt. Auf Deutsch gesagt: Sonnenlicht.



Wer täglich eine Viertelstunde lang die Sonne auf Gesicht, Hände und Unterarme scheinen lässt, bekommt genügend UV-B-Strahlung ab, um genug Vitamin D zu produzieren. Hier liegt aber schon der Hase im Pfeffer: An wie vielen Tagen im Jahr ist es in Deutschland bedeckt-trüb oder regnerisch und vor allem: Wie oft ist der Sommer bei uns ein Totalausfall? Dies ist nämlich ein weiterer wichtiger Aspekt: In den Wintermonaten kann es noch so sonnig sein - die Sonnenstrahlen fallen in einem zu flachen Winkel auf die Haut um etwas zu bewirken. Das Solarium ist ebenfalls keine Alternative, da dort vor allem UV-A-Strahlung produziert wird.



Ein weiteres Problem: Vitamin D kann kaum über die Nahrung aufgenommen werden - da müsste man schon täglich ein Pfund fetten Fisch wie Lachs oder Makrele essen.



Vitamin D-Supplemente zur Diabetes-Prävention

Mittlerweile belegen mehrere Studien, dass ein Mangel an Vitamin D das Diabetes-Risiko erhöht. So ergab eine große Studie für 51 Ländern, dass Diabetes Typ 1 immer häufiger wurde, je weiter man sich vom Äquator entfernte. In Finnland - nicht gerade ein sonnenverwöhntes Land - wurde zudem festgestellt, dass Kinder, die im ersten Lebensjahr über ein Jahr lang Vitamin D-Zusätze bekommen hatten, ein um 78% niedrigeres Risiko entwickelt hatten, an Diabetes Typ 1 zu erkranken.



Wer will, kann täglich Vitamin D-Zusätze schlucken um das Diabetes-Risiko zu senken. Ansonsten empfiehlt es sich, zwischen März und Oktober an jedem möglichen Tag Sonnenlicht auf die Haut scheinen zu lassen. Also einfach mal öfter rausgehen!

31.5.13 17:47


Stillen schützt vor Diabetes

Wie schön ist das denn? Junge Mütter, die ihre neugeborenen Kinder mindestens fünf Monate lang stillen, haben später ein weitaus geringeres Risiko an Diabetes zu erkranken. Allerdings bezieht sich die Studie, die dies feststellte, nur auf Mütter, die während der Schwangerschaft eine Gestationsdiabetes entwickelten.





Was ist Gestationsdiabetes?

Bei schwangeren Frauen kommt es manchmal zu einer Insulinresistenz. Soll heißen: Die Hormone spielen verrückt und der Körper kommt mit dem Insulin nicht mehr klar. Dadurch kommt es zu überhöhten Blutzuckerwerten, die dem ungeborenen Kind schaden können. Die Mutter muss dann während der Schwangerschaft genauso leben wie wir normalen Diabetiker, d.h., ihre Ernährung entsprechend anpassen und notfalls zusätzliches Insulin bekommen.



Bei etwa der Hälfte der Frauen verschwindet die Gestationsdiabetes nach der Geburt von alleine wieder. Die andere Hälfte dagegen hat ein erhöhtes Risiko, später an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Nun haben Studien des Helmholtz Zentrums in München ergeben, dass diese Gruppe das Risiko deutlich senken kann, wenn sie ihre Kinder gut fünf bis sechs Monate lang stillt. Über insgesamt 19 Jahre hinweg wurden 304 Frauen beobachte, die während der Schwangerschaft eine Gestationsdiabetes entwickelt hatten. 147 von ihnen bekamen später Diabetes Typ 2.



Auffällig dabei: Gerade übergewichtige Frauen – die also ohnehin das größte Risiko haben – stillten meistens sehr schnell ab und gingen bereits nach fünf Wochen zum Fläschchen über. Dabei sollte gerade diese Gruppe ihren Babys mindestens drei Monate lang, besser jedoch fünf Monate lang, die Brust geben.



Stillen für Diabetiker

Warum Stillen vor Diabetes schützt, wissen die Wissenschaftler derzeit noch nicht. Bislang waren sie davon ausgegangen, dass das Stillen nur kurzfristige positive Aspekte hatte, aber keine Langzeitwirkung.



Eine naheliegende Frage ist nun natürlich: Was ist mit Diabetikerinnen, die schwanger werden? Aktuell denke ich zwar nicht ans Kinder kriegen, aber natürlich möchte ich es zu diesem Zeitpunkt auch nicht komplett ausschließen. Die schlechte Nachricht: Stillen kann eine schon vorhandene Diabetes nicht "heilen". Ärzte helfen der Mutter jedoch dabei, den Blutzuckerwert zu stabilisieren und ständig zu kontrollieren. Die gute Nachricht: Durch die Schwangerschaft sinkt häufig der Insulinbedarf der Diabetikerin zumindest zeitweise.



Und auch diabetische Mütter können und sollen ihre Babys stillen. Die Qualität der Muttermilch ist genauso hoch wie bei anderen Müttern auch und Ärzte glauben, dass der etwas höhere Glukose-Gehalt sogar helfen kann, das Diabetes-Risiko beim Kind zu senken.

9.5.13 16:52


Schrothkur hilft gegen Diabetes

Eine Pilotstudie der Mathias Hochschule in Rheine hat sich zum ersten Mal wissenschaftlich mit den Auswirkungen der Schrothkur auf Diabetes-Patienten auseinander gesetzt. Beobachtet wurde schon häufiger, dass Diabetiker nach einer Schrothkur weniger Medikamente brauchten oder sogar ganz auf das Spritzen von Insulin verzichten konnten. Allerdings fehlten bislang noch medizinische Belege.



Was ist eine Schrothkur?

Die Schrothkur wurde um 1820 von einem gewissen Johann Schroth erfunden. Dem guten Mann hatte ein Pferd so gegen das Knie getreten, dass es anschließend steif blieb (das Knie, nicht das Pferd). Nachdem er längere Zeit nasskalte Umschläge auf das Knie gelegt hatte, stellte sich eine Verbesserung ein. Zugleich stellte er seine Ernährung um und lebte vor allem von Brei, trockenem Brot und Wein. Daraus entwickelten sich die klassischen Elemente der Schrothkur: Eine sehr speziell (und sehr fade, wenn man mich fragt) Ernährung mit Haferbrei, Grießbrei und Reisbrei, gekochtem Gemüse und trockenen Brötchen und abwechselnde Trink- und Trockentage. An den Trockentagen darf nur ein halber Liter Flüssigkeit getrunken werden. Über Nacht wird der Körper in feuchtkalte Tücher gewickelt (brrrrr).




Johann Schroth, Bild von Wikimedia Commons.



Die Schrothkur wird von vielen Medizinern abgelehnt, da die Ernährung zu wenige Vitamine und zu wenig Proteine liefert. Dazu wird an den Trockentagen zu wenig getrunken (empfohlen werden 1,5 bis 2 Liter pro Tag). Allerdings wird die Schrothkur ohnehin nur über zwei bis maximal drei Wochen durchgeführt und soll eher zur Entgiftung des Körpers führen als zur Gewichtsreduktion.



Schrothkur für Diabetiker leicht abgewandelt

In Deutschland darf sich Oberstaufen im Allgäu offiziell anerkanntes Schrothkur-Heilbad nennen. So ist es dann auch kein Wunder, dass die Oberstaufener bei der Studie mitgearbeitet haben. Sie haben die "Original Oberstaufener Schrothkur" in den letzten Jahrzehnten immer weiter entwickelt und an moderne Bedürfnisse angepasst. Für Diabetiker ist die Schrothkur geeignet, weil sie den Stoffwechsel so richtig auf Trab bringt: Dies wird durch die Abwechslung von Kälte und Wärme ebenso erzeugt, wie durch die andere Ernährung, die wechselnde Flüssigkeitszufuhr und der Wechsel zwischen Ruhetagen und viel Bewegung. Nicht nur die Pfunde purzeln durch die Ernährungsumstellung, auch der Blutdruck sinkt und die Blutzuckerwerte verbessern sich. Auch andere Werte wie z.B. Cholesterin, Leber und Blutfett zeigten starke Verbesserungen.



Zugegeben, das klingt alles sehr positiv - aber dafür drei Wochen von Brei leben und in kalten Tüchern schlafen? Da bin ich noch skeptisch.

5.4.13 13:47


Lebenserwartung steigt: Hurra, ich werde alt!

Die meisten Neuigkeiten zum Thema Diabetes sind ja eher negativ und ziehen mich an einem schlechten Tag so richtig runter. Daher heute mal eine positive Nachricht: Die Lebenserwartung von Diabetikern steigt! Wobei ich ja doch immer lachen muss, wenn ich solche Sätze lese wie "Die Sterblichkeitsrate hat sich halbiert" - heißt das nun, dass die Hälfte der Diabetiker ewig leben wird? Vermutlich nicht. Sterben werden wir irgendwann ja doch alle, mit oder ohne Diabetes. Also mal die harten Fakten hier:



Gemeint ist, dass im Zeitraum von 1971 bis 2004 nur noch halb so viele Menschen an den Folgen ihrer Diabetes sterben als früher. Vor allem in den letzten Jahren (von 1997 bis 2004) ist die Sterblichkeitsrate signifikant um 23 Prozent gesunken. Und bei denen, die doch starben, waren Herz-Kreislauferkrankungen nun weitaus seltener der Grund als zuvor, nämlich nur noch 43 Prozent.




So kann ein diabetischer Fuß aussehen
©doccheck.com



Bessere Medikamente und gesünderer Lebensstil

Vor allem bei den wirklich schweren Diabetesfällen gab es einen erfreulichen Rückgang - so gibt es heute weitaus seltener Amputationen, Erblindungen, Schlaganfälle und Nierenversagen aufgrund von schweren Stoffwechselproblemen. In Deutschland werden derzeit noch immer 28.000 "diabetische Füße" amputiert, d.h. Füße, in denen Bakterien ins Gewebe eingedrungen sind und dieses so weit absterben lassen, dass der ganze Fuß "nutzlos" wird. Solche Probleme habe ich zum Glück nicht, doch an ganz schlechten Tagen plagt mich natürlich der Gedanke an solche Gruselszenarien. Umso besser ist es also, dass die Zahl solcher Amputationen und anderer schwerer Folgeerkrankungen zurückgegangen ist.



Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen natürlich der medizinische Fortschritt mit verbesserten Insulinpräparaten und besseren Blutzuckermessgeräten. Zum anderen aber auch, dass bei Diabetes immer mehr auf eine rundum gesunde Lebensweise geachtet wird. Dazu gehört die Ernährungsumstellung auf gesünderes Essen um Blutdruck und Cholesterinspiegel zu senken, mehr Bewegung und die Entwöhnung vom Rauchen. Es ist schon sehr tröstlich zu wissen, dass ich mit einer gesunden Lebensweise trotz Diabetes genauso alt werden kann wie meine Freunde.



Und wer weiß, wie viele es von denen noch erwischt? Die Statistiker erwarten bis 2030 eine Zunahme von 1,5 Millionen Diabetespatienten alleine in Deutschland. Daran wird wohl auch das neue "Gesetz für mehr Prävention" unseres Gesundheitsministers nichts ändern.

25.3.13 12:08


Mit Nüssen gegen Diabetes

Nachdem ich nun letzte Woche darüber geschrieben habe, welche Nahrungsmittel für Diabetiker nicht geeignet sind (nämlich alles, was den Süßstoff Aspartam enthält), will ich in dieser Woche mal darüber schreiben, was GUT geeignet ist. Walnüsse zum Beispiel. Dies ergab zumindest eine Studie der Harvard School of Public Health in den USA, die dazu über 10 Jahre hinweg mehr als 135.000 Frauen beobachtete (warum nur Frauen? Weiß ich auch nicht, aber da es auf mich zutrifft, habe ich weitergelesen). Nach Ablauf der zehn Jahre stellten die Forscher fest, dass bei den Frauen, die jede Woche mindestens zwei Portionen Walnüsse gegessen hatten, ein über 20% geringeres Risiko bestand, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Eine Portion wurde mit 28 Gramm berechnet. Das sind übrigens ungefähr 5 Walnüsse, hat meine Küchenwaage ergeben.





Nüsse im Salat, kein Nusskuchen

Wer jetzt meint, es wäre gesund, sich jede Woche einen halben Nusskuchen reinzupfeifen, liegt natürlich falsch. Damit die Walnüsse (oder auch andere Nüsse) ihre Wirkung entfalten werden, sollten sie am besten "roh" gegessen werden. Also einfach eine Handvoll Nüsse als abendlicher Snack vor dem Fernseher statt Kartoffelchips oder Salzstangen, oder in einen grünen Salat gemischt mit anderen leckeren Zutaten.



Die Amerikaner stehen mit ihrer Forschung übrigens nicht alleine da. Auch eine spanische Studie ergab, dass die sogenannte "mediterrane Diät" gut bei Diabetes ist und zudem auch noch Herzinfarkte und Schlaganfälle verhindern kann. Bei dieser Studie ging es auch vornehmlich um Nüsse und Olivenöl. Diesmal nicht nur Walnüsse, sondern auch Haselnüsse oder Mandeln. Eine weitere Gruppe bekam jede Woche 50g Olivenöl zusätzlich verabreicht (mhmm, per Löffel?).



Auch hier zeigte sich bei der Nuss-Gruppe ein 28 Prozent niedrigeres Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Bei der Olivenöl-Gruppe waren es sogar 30 Prozent.



Rezepte gesucht: Fisch mit Nüssen

Um das gesunde mediterrane Trio aus Fisch, Nüssen und Olivenöl in den Alltag aufzunehmen, sind natürlich entsprechende Rezepte notwendig. Wer welche kennt, kann sie gerne in den Kommentaren mit allen anderen teilen. Ich mache einmal selbst den Anfang mit:



"Lachs mit einer Kruste aus Kräutern und Nüssen"
Dabei wird der gesäuberte Lachs mit einer leckeren Kruste aus gehackten Nüssen, Zitronensaft, Knoblauch, mediterranen Kräutern und Olivenöl bestrichen und im Ofen etwa 25 Minuten gebacken. Dazu gibt es einen leckeren grünen Salat, in dem ebenfalls ein paar Nüsse enthalten sind, und frisch gebackenes Brot. Guten Appetit!
13.3.13 14:57


"Light"-Getränke steigern Diabetes-Risiko

Na wunderbar: Da habe ich mich endlich an den faden Geschmack von Cola Light gewöhnt, da kommt eine neue Studie daher und erzählt mir, dass "Light"-Getränke das Risiko einer Diabetes-Erkrankung noch mehr erhöhen als normale Softdrinks wie Coca Cola und Fanta. Nun könnte ich zwar sagen, gut, für mich ist es eh zu spät, denn der Diabetes ist schon da, aber trotzdem will ich euch diese Nachricht nicht vorenthalten. Zumal sie immer noch ein gutes Argument ist, statt zu Cola Light dann eben doch zur Apfelschorle zu greifen.





Anderthalb Liter "Light"-Getränk steigern Risiko um 59 Prozent

Bei der Studie kann man noch nicht mal mit dem Finger auf die Amerikaner weisen und sagen, dass "drüben" sowieso alles anderes ist, denn die Studie wurde von französischen Medizinern am Forschungsinstitut INSERM erstellt, also in unserem Nachbarland. Die Forscher werteten die Daten von insgesamt 66.188 Frauen aus, die zwischen 1925 und 1950 geboren worden waren und über Jahre hinweg ihre Ernährungsgewohnheiten dokumentiert hatten.



Dabei stellte sich heraus, dass Frauen, die auch nur einen halben Liter "Light"-Softdrinks mit künstlichen Süßstoffen pro Woche tranken, ein um 19% erhöhtes Risiko besaßen, an Diabetes zu erkranken, als Frauen, die vor allem frisch gepresste Obstsäfte tranken. Bei den Frauen, die pro Woche anderthalb Lite "Light"-Getränke konsumierten, lag das Risiko sogar um 59 Prozent höher.



Bösewicht Aspartam

Zwar wollten sich die Forscher noch nicht festlegen, was die Ursache dieses erhöhten Risikos sein mag, doch der Bösewicht in der Geschichte scheint wieder einmal das Aspartam zu sein. Dieser künstliche Süßstoff, der in den "Light"-Getränken enthalten ist, wurde schon für etliche Übel verantwortlich gemacht. So steckt Aspartam angeblich hinter dem Auftreten von Multipler Sklerosis und der Autoimmunerkrankung Lupus. Dies liegt daran, dass sich Aspartam ab einer Temperatur von 30° in Ameisensäure verwandelt, die im Körper eine Stoffwechselübersäuerung auslöst. Dies nur mal nebenbei für alle, die ihre Cola Light schon mal in der prallen Sonne stehen lassen.



Ärzte haben jedoch auch schon festgestellt, dass Aspartam den Blutzuckerspiegel durcheinander bringen kann und im Gehirn die Neuronen stört. Dadurch kann es durchaus möglich sein, dass "Light"-Produkte durchaus auch Diabetes auslösen können. Wer bisher von dieser Krankheit verschont geblieben ist, sollte also lieber zu frischen Obstsäften greifen als zur Cola Light. Auch ich werde meinen Konsum lieber reduzieren, denn gesünder werde ich wohl ganz sicher nicht dadurch.

5.3.13 18:23


Verursacht Nachtarbeit Diabetes?

Eine neue Meldung hat mich nun ins Grübeln gebracht: Forscher wollen festgestellt haben, dass Nachtarbeit und unregelmäßiger Schlaf zu Diabetes und Übergewicht führen können. Kann denn wirklich der Nebenjob in den Abendstunden, den ich vor einigen Jahren mal ein halbes Jahr lang gemacht habe, Schuld an meiner Diabetes sein? Es fällt mir schwer zu glauben, aber schauen wir uns einmal an, was die Forscher zu berichten haben:

Ein Team der Vanderbilt University im amerikanischen Nashville hat sich mit der Wechselwirkung der Inneren Uhr und gesundheitlichen Problemen wie Diabetes und Bluthochdruck befasst. Sie stellten fest, dass nachtaktive Mäuse die höchste Insulinresistenz zeigen, wenn sie tagsüber schlafen. Wenn sie nachts munter sind und herumtoben, steigt die Insulinwirkung und der Blutzuckerspiegel sinkt. Soweit so normal. Als nächstes wurden einige Mäuse auch nachts konstantem Licht ausgesetzt, der ihre innere Uhr aus dem Takt brachte. Sie zeigten nun rund um die Uhr die gleiche Insulinresistenz. Das gleiche galt für Mäuse, die durch eine Genmanipulation aus dem Takt gebracht wurden.

Gerät die innere Uhr aus dem Takt, wird es gefährlich

Schon länger wissen Mediziner, dass Menschen, die nachts arbeiten oder die häufig durch verschiedene Zeitzonen fliegen und Jetlag haben, unter Stoffwechselstörungen leiden. Nun könnte sich Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht zu den anderen Langzeitfolgen gesellen. Leider kann ich nicht sagen, dass sich an meiner Diabetes etwas gebessert hat, seit ich nicht mehr abends arbeite, aber nachvollziehen kann ich den Gedanken schon.



Ein normaler Mensch ist auf drei Mahlzeiten am Tag gepolt. Wer aber abends oder nachts arbeitet, muss zu den unmöglichsten Zeiten essen und schlafen. Vor allem, wenn dann auch noch jemand mit einem Partner zusammenlebt, der zu normalen Tageszeiten aktiv ist, wird weniger geschlafen und mehr gegessen. Ich habe zum Beispiel immer nach der Schicht, also kurz vor Mitternacht, noch eine warme Mahlzeit gegessen und dann nur fünf Stunden Schlaf gehabt, bis mein damaliger Partner aufstand. Dann wurde gemeinsam gefrühstückt, er war fort zur Arbeit und ich konnte nicht wirklich wieder einschlafen.

Aber was bringen diese Erkenntnisse nun? Immer mehr Menschen arbeiten abends und nachts und können den Job schlecht verweigern, wenn sie Geld brauchen. Aber vielleicht entwickeln die Forscher ja nun eine Pille, die die Insulinschwankungen besser regeln können, so dass Nachtarbeit in Zukunft nicht mehr krank macht.
27.2.13 17:41


Mein nächster Partner? Vielleicht ein Diabetikerwarnhund…

Blindenhunde sind ja schon lange nichts Besonderes mehr. Doch unser bester vierpfotiger Freund kann noch viel mehr als blinde Menschen sicher über die Straße führen. Er kann den Blutzuckerspiegel seines Menschen riechen.

Klingt unglaublich, oder? Ist aber tatsächlich so und mittlerweile gibt es mehrere Ausbildungszentren, in denen die Hunde speziell für diesen Job ausgebildet werden. Wer sich erst einmal mit der Materie vertraut machen will, sollte sich das Buch "Hunde helfen Diabetikern" von Michaela Saal besorgen, durch das auch ich auf den Diabetikerwarnhund gestoßen bin.

Hunde riechen Unterzuckerung
Frau Saal ist einerseits Hundetrainerin und andererseits Diabetikerin. Als sie vor einigen Jahren die Hündin Sheila aus dem Tierheim zu sich holte, stellte sie schon bald fest, dass Sheila sie regelmäßig warnte, wenn eine Unterzuckerung bevorstand. Ein Test über 74 Stunden brachte Gewissheit: Sheila hatte alle Hypoglykämien in diesem Zeitraum erkannt und ihr Frauchen mit Anstupsen darauf hingewiesen.

Wissenschaftler erklären das Phänomen damit, dass die unglaublich feine Hundenase an der Veränderung des menschlichen Schweißes und einem anderen Atemgeruch bemerkt, dass bei "ihrem" Menschen etwas nicht stimmt.



Diabetikerwarnhunde werden gezielt trainiert
In den USA und in Großbritannien gibt es Diabetikerwarnhunde schon länger, doch mittlerweile werden auch in Deutschland dank Pionieren wie Frau Saal immer mehr Hunde speziell für diesen Job ausgebildet. Sie erkennen nicht nur Unter- und Überzuckerungen, sondern können im Notfall auch das Blutzuckermessgerät oder eine Packung süßen Saft oder Traubenzucker bringen oder Hilfe holen.

Gerade letzteres ist für mich ein wichtiger Aspekt, denn da ich alleine wohne, frage ich mich auch öfter, was wäre, wenn ich einmal zuhause umfalle und nicht mehr in der Lage bin, telefonisch um Hilfe zu rufen?

Das Problem ist natürlich wie immer das liebe Geld: Die Ausbildung eines Hundes kostet ab 10.000 Euro aufwärts und die Krankenkassen übernehmen keinen Cent davon. Wer sehr viel Glück hat, kann sich bei gemeinnützigen Vereinen um einen kostenlosen Hund bewerben, aber diese werden dann eher an sehr gefährdete Menschen mit Diabetes Typ I vergeben. Da bleibt mir wohl nur der Wunschtraum.
19.2.13 10:56


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