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Depressionen und Angststörungen bei Diabetikern weit verbreitet


Dass es Menschen mit Diabetes öfter mal schlecht geht, dürfte eigentlich niemanden wundern. Der tägliche Kampf um einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel, das Hadern mit dem Übergewicht und vor allem immer wieder der Gedanke "Hätte ich die Erkrankung vermeiden können?" schlagen aufs Gemüt. Was mir selbst schon länger deutlich ist, wurde jetzt auch wissenschaftlich untersucht und bestätigt: Diabetes-Erkrankungen hängen eng mit der Psyche zusammen. Diabetiker sind häufiger als andere Menschen von Depressionen, Essstörungen, Angststörungen und Suchtverhalten betroffen und entwickeln im späteren Alter bis zu viermal häufiger Demenz als andere Menschen.



Risiko für Depressionen doppelt so hoch

Natürlich können die Wissenschaftler ihre Erkenntnisse auch in Zahlen ausdrücken. Einige Beispiele gefällig? Unter Patienten mit Diabetes Typ 2 sind Depressionen doppelt so häufig wie unter anderen Menschen, bei Angststörungen ist das Risiko immer noch um 20% erhöht. Besonders deutlich ist jedoch die erhöhte Demenzgefahr, über die ich vor kurzem ja schon einmal geschrieben habe. Diabetiker erkranken bis zu viermal häufiger an einer vaskulären Demenz, d.h. an einer Demenz, die durch geschädigte Gefäße und Durchblutungsstörungen verursacht wird. Sie geraten dadurch in einen Teufelskreis, weil sie durch die Gedächtnisstörungen dann vergessen, ob sie Insulin gespritzt haben oder nicht und mutieren irgendwann zu hilflosen Kindern. Gut, das gilt auch für "normale" Demenzkranke, aber die Aussichten sind trotzdem verstörend.

Angst vor sozialem Stigma der Diabetes

Ob dies der Grund ist, warum Diabetiker häufiger an Depressionen erkranken, ist offen. Manche Wissenschaftler vermuten eher, dass es umgekehrt ist: Depressive Menschen bewegen sich weniger als andere Menschen und verbringen viel Zeit zuhause, wo sie ungesundes Essen als Seelentröster in sich hineinstopfen. Dadurch ist der Weg in die Diabetes Typ 2-Erkrankung fast schon vorprogrammiert.

Auch die höhere Zahl der Angststörungen hängt direkt mit der Diabetes zusammen: Viele werden von einer Angst vor Unterzuckerung regelrecht beherrscht und trauen sich kaum aus dem Haus. Auch Angst vor der Insulinspritze spielt eine Rolle. Dazu kommt das soziale Stigma der Diabetes-Erkrankung, denn vielerorts herrscht noch immer das Denken vor, dass der Diabetiker ja selbst an der Krankheit Schuld sei, weil er nicht rechtzeitig abgenommen und auf gesunde Ernährung umgestiegen sei. Was natürlich so falsch nicht ist - und wieder zum Thema Depression zurückführt.
22.10.13 18:16


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Diabetes in Kuba auf dem Rückzug: Wirtschaftskrise sei Dank


Wer sagt denn, dass auf der sozialistischen Palmeninsel in der Karibik alles schlecht ist? So war nun online zu lesen, dass auf Kuba immer weniger Menschen an Diabetes erkrankten, je schlimmer es nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion um die Wirtschaft bestellt war. Seit es Kuba wirtschaftlich wieder besser geht, steigt auch die Zahl der Diabetes-Erkrankungen wieder.



Wirtschaftskrise hob die Kubaner aufs Fahrrad

Bis Ende der 80er Jahre wurde das sozialistische Kuba von Fidel Castro von der Sowjetunion wirtschaftlich unterstützt und am Leben gehalten. So störte sich Kuba auch nicht sonderlich am von den USA verhängten Embargo, sondern verkaufte seinen Zucker (das Hauptprodukt der Insel) in den Ostblock. Als die Sowjetunion und der Ostblock zerfielen, verlor Kuba seinen wichtigsten Handelspartner und Unterstützer. In der Folge brach die kubanische Wirtschaft völlig zusammen. So wurden nicht nur Nahrungsmittel knapp, sondern auch Benzin fehlte an allen Ecken und Enden. Damit sich die Kubaner weiter fortbewegen konnten, verteile die Regierung eine Million Fahrräder an die Bevölkerung. Mit überraschenden Folgen: Durch die verstärkte körperliche Bewegung und die Nahrungsmittelknappheit nahmen die Kubaner durchschnittlich vier bis fünf Kilo ab - und die Zahl der Diabetes-Neuerkrankungen halbierte sich.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends erhielt Kuba jedoch einen neuen Verbündeten in Form des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez, der den Sozialismus in seinem Land propagierte - und es sich dank des Ölreichtums auch leisten konnte. Fortan hatte Kuba wieder Benzin und einen wichtigen Handelspartner und zugleich lockerte Castro zum ersten Mal die sozialistischen Fesseln, was für einen kleinen Wirtschaftsboom sorgte. Die Folge? Die Kubaner wurden bis 2010 um durchschnittlich neun Kilo dicker und auch die Diabetes-Zahlen stiegen wieder an.

Positive Auswirkungen in Südeuropa?

In der EU hat sich Diabetes in den letzten Jahrzehnten zur Volkskrankheit entwickelt - und so schauen gerade südeuropäische Gesundheitsexperten nun nachdenklich auf Kuba . Wenn sich im Elend des Sparzwangs und der Massenarbeitslosigkeit noch etwas Positives an der Wirtschaftskrise finden lässt, wäre dies ja eigentlich eine schöne Sache. Und theoretisch wäre auch nichts dagegen einzuwenden, wenn in Südeuropa mehr Fahrrad gefahren würde - wer den täglichen Stau in Athen schon einmal miterlebt hat, würde kostenlose Fahrräder für die Griechen ganz sicher befürworten. Aber als Diabetes-Präventionsmittel scheint es mir dann doch etwas harsch.
9.10.13 18:07


Neue Diabetes-Medikamente mit Vildagliptin scheitern im Bundes-Ausschuss


Am Dienstag fällte der Gemeinsame Bundesausschuss nach langem Hin und Her eine Entscheidung zu neuen Diabetes-Medikamenten: Die Wirkstoffe Sitagliptin und Saxagliptin wurden durchgewunken, der Wirkstoff Vildagliptin fiel durch. Allerdings wurde auch bei den beiden akzeptieren neuen Wirkstoffen nur ein geringer Zusatznutzen gegenüber vorhandenen Medikamenten festgestellt - eine bahnbrechende Neuentwicklung sieht anders aus.



Langzeitstudien zu neuen Wirkstoffen fehlen noch

Alle drei Wirkstoffe wurden einzeln bewertet, sowie in Kombination mit Metformin. Die Studien ergaben, dass Saxagliptin und Sitagliptin dazu beitrugen, dass Diabetes Typ 2-Patienten seltener an potenziell gefährlichen Unterzuckerungen litten als bei bisher genutzten Medikamenten. Bei Vildagliptin war dies jedoch nicht der Fall. Allerdings liegen noch keine Langzeitstudien vor, die die Wirkung der Medikamente auf das Herz-Kreislauf-System belegen und damit den langfristigen Schutz der Patienten vor Herzinfarkten und Schlaganfällen sichern. Daher erteilte der G-BA die Zulassung für diese Medikamente vorläufig nur befristet auf zwei Jahre.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass Medikamente mit Vildagliptin nicht im Handel erhältlich sein werden - die Beurteilung des G-BA hat nichts mit der generellen Zulassung eines neuen Medikamentes zu tun, sondern betrifft lediglich den Zusatznutzen im Vergleich zu vorhandenen Medikamenten. Dies geht vor allem die Krankenkassen an, die mit den Herstellern über die Preise und Erstattung der Kosten verhandeln. Für Medikamente ohne belegbaren Zusatznutzen sind die Kosten entsprechend höher und der Hersteller verzichtet dann möglicherweise darauf, das entsprechende Medikament anzubieten.

Sitagliptin schon vorher positiv bewertet

Im Sommer hatte Sitagliptin als einziger Wirkstoff aus der neuen Gruppe der Gliptine schon eine positive Bewertung vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erhalten. Allerdings galt dies auch nicht für die Monotherapie mit Sitagliptin, die in Deutschland unter den Handelsnamen Januvia und Xelevia erhältlich ist, sondern nur als Kombipräparat mit Metformin (Im Handel als Janumet oder Velmetia erhältlich). Bei diesen Präparaten zeigte sich der zusätzliche Nutzen bei Patienten, die ihren Blutzuckerspiegel auf einen normalen Wert senken wollten.

Seit 2011 sind in Deutschland immer häufiger Medikamente mit Gliptinen statt mit Sulfonylharnstoffen verschrieben worden - allerdings bleibt nun abzuwarten, wie sich das nach der Beurteilung durch den G-BA weiter entwickelt. Ein Kombipräparat aus Metformin und Saxagliptin mit dem Namen Komboglyze® hatte schon im Mai eine positive Bewertung vom G-BA erhalten, die ihm einen geringen Zusatznutzen attestierte.
3.10.13 10:55


Mittagsschlaf ist gesund? Wer zu lange schläft, riskiert Diabetes


Man hört ja immer wieder, dass das sogenannte Power-Napping so gesund sein soll: Ein kurzes Nickerchen von 10 bis 20 Minuten und schon sprüht man wieder vor Energie im Beruf oder auch Zuhause. Allerdings gilt dies wirklich nur für kurze Nickerchen bis maximal 20 Minuten. Wer eine halbe Stunde oder länger schläft, hat nämlich ein deutlich erhöhtes Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Dies ergab eine chinesische Studie mit über 27.000 Teilnehmern ab 45 Jahren, von denen 70% regelmäßig ein Nachmittagsschläfchen hielten. In China ist eine nachmittägliche Siesta genauso beliebt wie am Mittelmeer. Allerdings zeigte sich, dass die Studienteilnehmer, die tagsüber länger als 30 Minuten schliefen, einen höheren Blutdruck und erhöhte Cholesterinwerte gegenüber den anderen hatten, die nicht schliefen. Das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, war für diese Menschen um 26% höher als für die anderen.



Mittagsschlaf beeinflusst die innere Uhr

Wie der Mittagsschlaf den Körper konkret beeinflusst, ist jedoch nicht klar. Manche Forscher vermuten, dass die innere Uhr aus dem Takt gerät, wenn sich jemand tagsüber zum Schlafen hinlegt und vermehrt Kortisol ausschüttet, das sogenannte Stresshormon, das sich wiederum auf den Blutdruck auswirkt. Andere haben jedoch eine simple und in meinen Augen auch einleuchtende Erklärung: Wer den Nachmittag bei einer Siesta verbummelt und länger schläft, bewegt sich entsprechend weniger. Und Bewegungsmangel gehört zu den ganz großen Risikofaktoren für hohen Blutdruck, Übergewicht und letztendlich auch Diabetes. Eine dritte Erklärung ist wiederum, dass der Mittagsschlaf die Blutzuckerwerte negativ beeinflusst.

Nachts ausreichend schlafen ist gesund

Nicht nur mit dem Mittagsschlaf haben sich Forscher in den letzten Jahren beschäftigt. Auch der normale nächtliche Schlaf ist - wenn es nach ihnen geht - stark reglementiert. So haben Menschen, die weniger als sechs Stunden pro Nacht schlafen, ein fünffach höheres Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken, als Menschen, die zwischen sechs und acht Stunden schlafen. Gefährdet sind auch Langschläfer, die über acht Stunden pro Nacht im Bett verbringen.

Andererseits muss man dazu sagen, dass sich die unzähligen Studien, die heute veröffentlicht werden, auch gerne widersprechen. So verkündete eine amerikanische Studie , dass Menschen, die mindestens dreimal pro Woche einen Mittagsschlaf von über 30 Minuten halten, ein um 37% vermindertes Risiko haben, eine tödliche Herzkrankheit zu erleiden... - Da kann man also getrost weiter Siesta halten.
26.9.13 18:16


Schau mir in die Augen…und erkenne meinen diabetischen Fuß


Rund ein Viertel aller Diabetiker in Deutschland erkrankt früher oder später an der sogenannte peripheren diabetischen Neuropathie. Auf gut Deutsch gesagt: Am diabetischen Fuß. Mich hat es zum Glück bislang noch nicht erwischt, aber natürlich habe ich auch manchmal Angst davor, irgendwann an ekligen Geschwüren zu leiden, die eine Amputation erforderlich machen. Davon gibt es pro Jahr immerhin 40.000 allein in unserem schönen Land. Doch nun gibt es möglicherweise eine neue Methode der Früherkennung, die eine Verschlimmerung verhindert.



Menschliche Hornhaut spiegelt Nervenschäden wieder

Das Problem beim "diabetischen Fuß" ist die Tatsache, dass sich die ersten konkreten Symptome wie Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Jucken im Fuß, Unter- oder Oberschenkel erst dann bemerkbar machen, wenn die Nerven in diesem Bereich schon stark geschädigt sind. Augenärzte glauben jedoch, dass sich der Zustand des gesamten Nervensystems in der Hornhaut des Auges widerspiegelt, die über das dichteste Nervengeflecht des Körpers verfügt. Bemerkt der Augenarzt also Schäden am Nervengeflecht der Hornhaut, lässt sich daraus ableiten, dass auch andere Nerven im Körper beschädigt sind.

Eine Studie in Düsseldorf hat bereits bestätigt, dass Diabetikern mit dieser Methode geholfen werden kann. An der Studie hatten 86 Menschen teilgenommen, die an Diabetes Typ 2 litten und von denen acht bereits eine Nervenschädigung hatten. Durch die Analyse der Hornhaut konnte bei weiteren Patienten Neuropathie im Frühstadium festgestellt werden. Einen Haken hatte die Sache allerdings schon: Nicht bei allen, deren Hornhaut Nervenschäden aufwies, wurden auch Schäden in den Beinen oder Füßen festgestellt. Umgekehrt wurde bei einigen Studienteilnehmern eine Schädigung der Nerven in den Beinen festgestellt, ohne dass sie vorher an der Hornhaut abgelesen worden war. Trotzdem ist diese relativ einfache und kostengünstige Analysemethode noch immer sinnvoller als darauf zu warten, dass sich die Nervenschäden im Bein von selbst bemerkbar machen, so die Experten.

Wie lässt sich der diabetische Fuß behandeln?

Hat sich der "diabetische Fuß" jedoch einmal mit schlecht heilenden nässenden Wunden oder Geschwüren bemerkbar gemacht, wird eine aufwändige Langzeittherapie erforderlich. Die Wunde muss immer gereinigt und versorgt werden, während die Betroffenen in ihrem Alltag stark eingeschränkt sind. Im schlimmsten Fall droht die Amputation. Daher ist es unglaublich wichtig für Diabetiker, täglich die Füße zu waschen und auf jede kleinste Verletzung zu achten, ehe sie sich verschlimmert. Barfuß laufen ist mehr oder weniger tabu.
20.9.13 12:22


Obst und Ballaststoffe für Diabetiker


Als ob wir Diabetiker nicht ohnehin schon immer sorgfältig darauf achten müssen, was wir essen, machen Mediziner und Ernährungswissenschaftler immer wieder neue Erkenntnisse bekannt. Ob die nun so neu sind, sei dahingestellt. Dass frisches Obst gesund ist, ist zum Beispiel einer der ältesten Hüte in der Ernährung überhaupt. Trotzdem wurde nun im British Medical Journal eine große Studie der Harvard School of Public Health in Boston veröffentlicht, die konkrete Daten für Diabetiker lieferte.



Blaubeeren hui, Fruchtsaft pfui

Die Mediziner werteten dazu die Angaben von insgesamt 187.382 Patienten in einem langfristigen Zeitraum von 1984 bis 2009 aus, von denen 6,5% (also 12.198 Personen) an Diabetes Typ 2 erkrankten. Dabei stellte sich heraus, dass Blaubeeren die beste Waffe gegen Diabetes Typ 2 war: Wer dreimal pro Woche eine Portion Blaubeeren aß, konnte das Risiko um 26 Prozent senken. Weintrauben (und auch Rosinen) waren mit immerhin 12 Prozent dabei, Trockenpflaumen mit 11 Prozent. Beliebte Obstsorten wie Äpfel (7%) und Bananen (5%) wurden ebenfalls positiv erwähnt.

Allerdings gelten diese Ergebnisse nur für die tatsächlichen Früchte: Wird nur Fruchtsaft getrunken, hat dieser eher einen negativen Effekt: Menschen, die häufig Obstsaft tranken, besaßen demnach ein um 8% erhöhtes Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Die Forscher vermuten, dass es damit zusammenhängt, dass Saft weniger Ballaststoffe haben als die Früchte selbst, so dass sie den Blutzuckerspiegel stärker ansteigen lassen.

40 Gramm Ballaststoffe pro Tag

Wie wichtig Ballaststoffe für Diabetiker sind, hat gerade erst die Deutsche Diabetes Gesellschaft verkündet. Sie empfiehlt eine täglich Dosis von 40 Gramm statt den allgemein üblichen 30 Gramm - und zwar nicht nur für Diabetiker, sondern für alle. Die Ballaststoffe können den Zuckerstoffwechsel positiv beeinflussen und somit vorbeugend gegen Diabetes Typ 2 wirken. Zudem helfen sie, den Cholesterinspiegel zu senken und können sogar das Risiko einer Dickdarmkrebs-Erkrankung verringern.

Bei Ballaststoffen wird zwischen zwei verschiedenen Arten unterschieden: Pektin und Inulin sind sogenannte lösliche Ballaststoffe, die vor allem in Obst und Gemüse vorkommen, während Zellulose und Hemicellulose zu den unlöslichen Ballaststoffen gehören, die im Getreide vorkommen. Beide sind wichtig für eine gesunde Ernährung und können beispielsweise über Vollkornbrote, Nüsse, Hülsenfrüchte und Salate gut aufgenommen werden. Und natürlich über Obst. Blaubeeren sind beispielsweise nicht nur als Blaubeer-Muffins genießbar, sondern auch als leckerer Salat, zum Beispiel mit Linsen gemischt: Mehr Ballaststoffe geht kaum.
12.9.13 15:47


Diabetes durch Zelltransplantationen heilen?


Nach all den schlechten Nachrichten der letzten Wochen und Monaten, die sich mit Vorliebe darüber auslassen, welche Folgekrankheiten Diabetes nach sich ziehen kann, gibt es nun endlich mal etwas positives zu berichten: Und zwar vermeldeten Forscher der Universität in Dresden erste Erfolge bei der Heilung von Diabetes mit Hilfe von Inselzellen.

Inselzellen, auch Langerhans-Inseln genannt, sind die Zellgruppen in der Bauchspeicheldrüse, die bei gesunden Menschen den Blutzuckerspiegel messen und bei Bedarf Insulin produzieren und ausschütten. Bei Menschen, die unter Diabetes Typ 1 leiden, funktionieren die Inselzellen nicht richtig und produzieren kein Insulin, so dass dieses per Spritze zugeführt werden muss.

Experimente mit der Transplantation gesunder Inselzellen werden schon seit Jahren durchgeführt, scheiterten bislang jedoch immer an den Nebenwirkungen: So kommt es häufig zu Abstoßungen des "fremden" Gewebes, die nur mit Hilfe von Medikamenten verhindert werden könnten. Diese Medikamente sind jedoch Gift für die Leber und die Nieren.



Erste Transplantation in Dresden gelungen

In Dresden wurde nun jedoch ein neues Verfahren entwickelt, bei dem die Inselzellen durch eine Art Schutzhülle aus Kunststoff vor dem körpereigenen Abwehrsystem geschützt werden. Das heißt, dass die gesunden Zellen zwar Insulin produzieren und nach außen abgeben können, aber selbst nicht angegriffen und abgestoßen werden können.

Eine erste Transplantation stellte sich als erfolgreich heraus: Dabei handelte es sich um einen Mann, dessen Bauchspeicheldrüse nach einem Arbeitsunfall entfernt werden musste. Sie retteten jedoch die noch bestehenden Inselzellen und siedelten diese stattdessen in der Leber an, wo sie tatsächlich heimisch wurden und mittlerweile fröhlich Insulin produzieren.

Wurde diese erste Transplantation noch aus der Not heraus geboren, wollen die Forscher nun daran arbeiten, dass die Transplantation gesunder Inselzellen in Zukunft wesentlich leichter wird und so Diabetes Typ 1 geheilt werden kann. Optimistisch verkünden sie dabei, dass sogar tierische Inselzellen verpflanzt werden könnten und dass auch andere schwere Krankheiten wie Parkinson eine Heilungschance hätten.

Diabetes Typ 2 nicht durch Transplantation heilbar

Natürlich fragen sich jetzt alle, die unter Diabetes Typ 2 leiden, ob diese neue Heilmethode auch für sie in Frage käme. Die Antwort lautet: Leider nicht. Die Transplantation soll vor allem Diabetikern vom Typ 1 helfen, die gar kein Insulin selbst produzieren können. Diabetiker vom Typ 2 produzieren jedoch in der Regel noch selbst Insulin, so dass die Lage bei ihnen nicht so dringlich ist. Aber wer weiß, welche Fortschritte die Medizin noch macht…
9.9.13 11:10


Auf zur Darmspiegelung!


Ein wenig erschreckt hatte ich mich ja schon, als der Arzt mir neulich eine Darmspiegelung ans Herz gelegt hat. Ich hatte zwar schon selbst gelesen, dass Diabetiker ein erhöhtes Risiko haben, an Darmkrebs zu erkranken, aber ich hatte es bislang nie auf mich selbst bezogen. Zwar lag auch kein akuter Verdacht vor, aber ich sollte eben doch einmal eine Vorsorgeuntersuchung machen lassen. Nun gut. Mehr dazu später.



Zunächst einmal die Fakten: Den Statistiken zufolge erkranken Diabetiker mit Typ 2-Diabetes doppelt so häufig an Darmkrebs als andere Menschen. Meistens handelt es sich dabei um ein Kolonkarzinom, d.h. ein Krebsgeschwür im Dickdarm. Warum dies so ist, konnte die Medizin bislang noch nicht eindeutig klären, doch vermutlich steckt das Insulin dahinter. Dabei handelt es sich schließlich um ein Wachstumshormon, das zu Beginn der Diabetes-Erkrankung im Übermaß von der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Auch das Übergewicht, an dem Diabetiker häufig leiden, steht unter Verdacht, die Entstehung von Darmkrebs zu begünstigen.

Früherkennung von Darmkrebs wichtig

Gerade Diabetiker sollten mit frühen Symptomen wie wiederholtem Durchfall, Verstopfung, Blähungen oder Bauchschmerzen nicht leichtfertig umgehen, wie mir auch mein Arzt sagte. Weitere typische Symptome für die Vorstufen einer Darmkrebserkrankung sind Blut im Stuhl, Eisenmangel und Blutarmut, sowie eine plötzliche Gewichtsabnahme, ohne, dass gerade eine Diät begonnen wurde. Besteht Verdacht auf Darmkrebs wird die Darmspiegelung empfohlen, bei der sich der Arzt den Dickdarm gewissermaßen von Innen anschaut und nach Darmpolypen oder Divertikeln Ausschau hält. Polypen sind zwar an sich harmlos, können aber zu bösartigen Krebszellen mutieren. Daher müssen sie gefunden und entfernt werden.

So läuft die Darmspiegelung ab

Über Darmspiegelungen hat wohl jeder schon einmal etwas gehört oder gelesen. Ich stellte mir das auch reichlich gruselig vor, aber am Ende war es dann gar nicht so schlimm. Allerdings sollte man wirklich auf das Angebot des Arztes eingehen, vorher ein Beruhigungsmittel zu bekommen, das die Darmregion entspannt und den Körper schläfrig macht. So bekommt man von der ganzen Sache dann kaum etwas mit. Der Arzt führt das Endoskop - eine Art Schlauch mit eingebauter Kamera - in den Darm und schaut sich die Innereien an. Das Endoskop kann zudem Gewebeproben aus den Darm entnehmen und könnte - wenn nötig - auch Polypen entfernen. Bei mir stellte sich dies zum Glück als nicht notwendig heraus.
6.9.13 15:10


Ich bleib ab jetzt im Bett!



In den letzten Wochen häuften sich die Nachrichten rund um Diabetes. Da war beispielsweise davon die Rede, dass Jugendliche, die an Diabetes Typ 2 leiden, schlechter hören als ihre gesunden Zeitgenossen oder dass Diabetes Hand in Hand mit psychischen Leiden einhergeht. Das alles klang für mich reichlich deprimierend, doch immerhin gab es auch eine eher amüsante Neuigkeit: Schlafen hilft dabei, die Wirkung von Insulin zu verbessern. Mit anderen Worten: Ich bleib ab jetzt im Bett!





Verpasster Schlaf kann nachgeholt werden


Schlafmangel wirkt sich nicht nur schlecht auf den Teint und die Konzentrationsfähigkeit aus, sondern auch auf die Wirkung von Insulin. Daher besitzen Menschen, die über längere Zeit weniger Schlaf bekommen als sie benötigen, auch ein höheres Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Wissenschaftler aus Los Angeles stellten nun jedoch fest, dass sich verpasster Schlaf nachholen lässt. Für ihre Studie fanden Sie mehrere männliche Teilnehmer, die seit Monaten werktags nur rund sechs Stunden Schlaf pro Nacht bekamen und somit ein ordentliches Schlafdefizit angehäuft hatten. Sie ließen die Männer an drei Nächten hintereinander zehn Stunden lang schlafen und verglichen ihre Insulinwerte mit einer Vergleichsgruppe, die ein ähnliche Schlafdefizit hatte, aber dieses nicht durch Ausschlafen abbauen durfte. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Insulinempfindlichkeit bei den "Langschläfern" deutlich verbessert hatte.


So kann ausreichender Schlaf durchaus vorbeugend gegen Diabetes wirken. Doch auch Diabetiker profitieren nach Ansicht der Forscher vom Schlaf, da sich ihre Blutzuckerwerte so ebenfalls besser in den Griff bekommen lassen.


Acht Stunden Schlaf pro Tag


Wie viel Schlaf der Mensch braucht, ist umstritten und zudem höchst unterschiedlich. Immer wieder werden erfolgreiche Staatsmänner und Regenten zitiert, die nur 4-5 Stunden Schlaf pro Nacht benötigten und trotzdem ganze Weltreiche gut regierten. Als "normale" Werte gelten etwa sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht - wobei das individuelle Schlafbedürfnis durchaus auch bei fünf Stunden liegen kann - oder bei zehn Stunden.


Studien zufolge schlafen die Menschen immer weniger - und leiden häufig unter Schlafmangel ohne es wirklich zu wissen. Darunter leidet die Arbeitskraft tagsüber, da sich unausgeschlafene Menschen nur schlecht konzentrieren können. Wer längere Zeit zu wenig Schlaf bekommt, riskiert nicht nur Diabetes sondern auch andere gesundheitliche Probleme. Daher sollte zumindest am Wochenende fehlender Schlaf unbedingt nachgeholt werden.
29.8.13 12:14


Stevia für Diabetiker?



Seit Stevia in Deutschland zugelassen wurde, tauchen immer mehr Diätprodukte mit Stevia in den Supermärkten auf. Als die Diskussionen um Stevia begannen, bin ich natürlich auch hellhörig geworden, denn kalorienarme Süße ist für mich als Diabetikerin ausgesprochen spannend. Allmählich ist Stevia lange genug auf dem deutschen Markt um ein erstes Fazit zu ziehen. Wie kaum anders zu erwarten, gehen die "Expertenmeinungen" zu diesem Thema auseinander.



Diabetes-Ratgeber.net


Generell lässt sich immerhin sagen, dass Stevia als Süßstoff genauso gut funktioniert wie ähnliche künstliche Süßstoffe wie Aspartam. Daher können Diabetiker bei Produktion mit Stevia bedenkenlos zugreifen - natürlich nicht vollkommen maßlos, aber eben ohne schlechtes Gewissen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft hält eine Menge von 4 Milligramm Stevia pro Kilogramm Körpergewicht für unbedenklich. Studien der Uniklinik in Ulm bestätigten zudem, dass Stevia-Produkte weder die Insulinausschüttung noch den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Meiner Meinung nach schmecken die Stevia-Produkte meistens auch sehr gut und weniger künstlich als manche andere Diabetiker-Produkte.


Süßstoff E960 oder: Warum Stevia nicht bio ist


Stevia ist eigentlich eine Grünpflanze mit dem vollständigen Namen Stevia Rebaudiana, die in Amerika wächst und vor allem von den Ureinwohnern in Südamerika seit Jahrhunderten als natürliches Süßungsmittel dient. Dabei werden die Blätter der Pflanze einfach ins Essen gemischt. Aber auch wenn die Stevia-Pflanze in Deutschland auf Produkten abgebildet ist, ist sie noch lange nicht drin: Die Pflanze selbst ist in der EU nämlich nach wie vor verboten.
Was bei uns erlaubt ist, ein kompliziert im Labor gewonnenes Extrakt namens Stevioglykoside. Dieser hat gegenüber den Blättern den Vorteil nochmal um einiges süßer zu sein: Während die Blätter der Stevia-Pflanze etwa 30mal so süß sind wie Zucker, sind Stevioglykoside sogar 300mal so süß. Den Endverbraucher interessiert dies im Grunde wenig - allerdings sollte man vor Augen halten, das Stevia-Produkte eben keine supertollen Bio-Produkte vom Busen von Mutter Natur sind, sondern eben auch Produkte mit künstlichem Süßstoff.


Es ist übrigens durchaus möglich, auch in Deutschland an Stevia-Blätter zu kommen, die u.a. in Naturkostläden als Kosmetikprodukte verkauft werden. Mit einer Stevia-Pflanze auf dem Balkon komme ich mir allerdings fast schon so verbrecherisch vor, als würde ich eine Cannabis-Plantage betreiben. Glaubt man so manchen Berichten, ist Stevia für Diabetiker ohnehin Teufelszeug - hier vermute ich jedoch eher die ein oder andere Lobby am Werk. Da vertraue ich doch lieber der gute alten Weisheit: Maßhalten ist alles.
8.8.13 18:43


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