Honigsüßer Durchfluss -
Leben mit Diabetes

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Blutzuckermessung mit dem iPhone


Eine Freundin hat mich nun auf ein Gerät aufmerksam gemacht, das gerade im Ausland groß angesagt ist und in Deutschland bislang scheinbar noch kaum Aufmerksamkeit erregt hat. Meine Suche bei Google hat jedenfalls nicht sonderlich viel ergeben, obwohl es auch hier erhältlich ist. Die Rede ist vom Blutzuckermessgerät iBGStar®, das die Firma Sanofi speziell für das iPhone entwickelt hat. Dabei handelt es sich nicht nur um eine App (davon gibt es schließlich viele), sondern um ein spezielles Zusatzgerät, das an das iPhone angedockt wird und in Deutschland 60 Euro kostet.



Wie funktioniert das iBGStar ® für das iPhone?

Eines vorweg: Ich besitze derzeit kein iPhone, doch die Demonstration des Gerätes lässt mich nun überlegen, ob ich mein aktuelles Android-Smartphone nicht doch gegen ein iPhone eintauschen soll, obwohl ich mich bislang immer gegen die Apfelhype gewehrt habe. Egal, hier sind die Fakten:

Das kleine Gerät wird unten ans iPhone angedockt und stört dort kaum. Schutzhüllen, die sowohl das Telefon als auch das Zusatzgerät umfassen, gibt es zusätzlich zu kaufen. Ein kleines Messgerät kann ausgeklappt werden und mit einem Teststreifen versehen werden. Damit muss man sich dann selbst in den Finger pieksen, damit das Gerät einen Bluttropfen analysieren kann. Die passende App im iPhone stellt dann übersichtlich die aktuellen Blutzuckerwerte dar und zeigt auch die Entwicklung der letzten Tage oder Wochen. Wer will, kann die Daten dann auch gleich seinem Arzt übermitteln.

Teurere Alternative GlucoDoc

Damit es hier nicht aussieht, als ob ich Werbung für eine Firma mache, will ich der Fairness halber erwähnen, dass es in Deutschland noch ein weiteres Gerät gibt, das GlucoDoc von Medisana, das jedoch mit 100 Euro deutlich teurer ist und ebenfalls derzeit nur für das iPhone erhältlich ist. Anders als das iBGStar ® kann das GlucoDoc Zusatzteil nicht unabhängig vom iPhone verwendet werden, da die Ergebnisse ausschließlich über das Handydisplay angezeigt werden. Das iBGStar ® dagegen hat eine eigene Batterie und eine eigenes Display und kann somit auch unabhängig funktionieren, z.B. wenn der Handy-Akku mal wieder leer ist.

Für welches der beiden Geräte man sich schließlich entscheidet, muss jeder selbst wissen - beide haben die Zulassung der strengen US-Gesundheitsbehörde FDA erhaten. Mir würde die Entscheidung abgenommen, wenn sich einer der beiden (oder ein lachender Dritter) dazu aufraffen könnte, ein Messgerät für Android -Smartphones zu entwickeln…
14.1.14 18:16


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Diabetes führt häufiger zu Demenz


Als ob Diabetes an sich nicht schon schwerwiegend genug ist und zu allerlei Folgekrankheiten führen kann, haben Forscher nun auch noch herausgefunden, dass Menschen mit Diabetes häufiger an Demenz erkranken als gesunde Gleichaltrige. Dies führt dann wiederum dazu, dass sie durch die nachlassende Gedächtnisleistung ihre Medikamente vergessen oder die regelmäßige Kontrolle der Blutwerte. Ziemlich niederschmetternd, oder?



Vierfach erhöhtes Demenz-Risiko bei Diabetikern

Die Zahlen kommen von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), die am 18.Juni ihre Behandlungsleitlinie "Psychosoziales und Diabetes mellitus" vorstellt, in der das Thema Demenz aufgegriffen wird. Demnach haben Menschen mit Diabetes Typ 2 ein bis zu vierfach erhöhtes Risiko, an einer gefäßbedingten Demenz zu erkranken. Bei Alzheimer liegt das Risiko noch immer bis zu doppelt so hoch wie bei anderen Menschen.

Der Unterschied zwischen den beiden Demenzerkrankungen liegt übrigens in den Details. In beiden Fällen lässt zwar die Leistung des Gehirns nach, doch bei der sogenannten vaskulären (gefäßbedingten) Demenz verläuft die Krankheit weniger schleichend als bei Alzheimer. Dafür verschlechtert sich der Zustand stufenweise und plötzlich. Die vaskuläre Demenz lässt sich eher mit Mini-Schlaganfällen vergleichen: Während bei einem echten Schlaganfall große Blutgefäße verstopfen und eine große Anzahl von Gehirnzellen absterben, sind es in diesem Fall nur kleine Blutgefäße, die nur wenige Hirnzellen in Mitleidenschaft ziehen - bis es zu einer plötzlichen Verschlechterung kommt.

Die Zusammenhänge zwischen Demenz und Diabetes

Diabetiker, die an Demenz leiden, haben dann wiederum ein weitaus höheres Risiko für Hypoglykämien, weil sie beispielsweise nach dem Spritzen vergessen, etwas zu essen oder ihre Medikamente falsch dosieren. Die Hypoglykämien führen dann wiederum zu einer weiteren Schädigung des ohnehin schon beeinträchtigten Gehirns - ein Teufelskreis, aus dem letztendlich keiner mehr herauskommt.

"Schuld" an der Demenz ist der langfristig erhöhte Blutzuckerspiegel bei Diabetes mellitus-Patienten, der die Blutgefäße schädigt - auch im Gehirn. Dazu kommen weitere typische Begleiterscheinungen der Diabetes wie Bluthochdruck und Adipositas, die sich negativ auf die Gefäße und auf das Gehirn auswirken. Die Ärzte wollen nun erreichen, dass diesem Thema mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. So sollen Diabeteskranke über 65 Jahre, die über Probleme mit dem Gedächtnis klagen, demnächst einmal im Jahr zu einem Demenz-Screening geschickt werden. So sollen sich Ärzte, Pfleger und Angehörige besser auf das gedoppelte Problem Demenz und Diabetes einstellen können. Ehrlich gesagt: Das alles sind ziemlich gruselige Aussichten, oder?
8.1.14 11:27


Neues Diabetes Mittel mit Betatrophin in der Entwicklung


Wenn es um "Anti-Diabetes"-Therapien geht, beschäftigen sich die meisten guten Vorschläge mit der Vorbeugung von Diabetes Typ 2: Abnehmen, weniger Zucker, weniger Fett, mehr Sport und so weiter. Dies ist zwar alles gut und schön, aber manchmal auch frustrierend für Menschen wie mich, bei denen das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Sicher können auch wir Diabetiker mit einer Ernährungsumstellung und mehr Sport abnehmen und uns gesünder fühlen, doch die Diabetes geht damit nicht weg. Da freue ich mich umso mehr darüber, wenn ein neues Mittel in Aussicht gestellt wird, das eine bestehende Diabetes lindern (wenn auch nicht heilen kann).



Forscher setzen auf Leberhormon Betatrophin

Forscher aus Harvard haben ein neues Leberhormon im menschlichen Körper entdeckt, das die Neubildung von Betazellen stimuliert, die Insulin produzieren. Bislang war die Medizin davon ausgegangen, dass vorhandene Betazellen die Produktion von Insulin steigern können, zum Beispiel bei einem vermehrten Hormonbedarf in der Schwangerschaft, aber dass Betazellen neu gebildet werden können, war bislang unbekannt. Dahinter steckt ein Hormon, das die Wissenschaftler nun auf den Namen Betatrophin getauft haben. Betatrophin wird vor allem in der Leber produziert und ins Blut abgegeben. Bei ersten Versuchen mit Mäusen, die eine zusätzliche Dosis Betatrophin erhielten, erhöhte sich die körpereigene Produktion von Insulin und der Blutzuckerspiegel normalisierte sich.

Betatrophin steigert Insulinproduktion des Körpers

Nun sind wir Menschen zwar keine Mäuse, doch die Forscher glauben, dass sich die Forschungsergebnisse auch auf den menschlichen Körper übertragen lassen. Ein erster deutscher Pharmaproduzent zeigt schon Interesse daran, ein neues Anti-Diabetikum herzustellen. Möglicherwiese würde dann eine Betatrophin-Spritze pro Monat reichen, um die körpereigene Insulinproduktion so sehr anzukurbeln, dass auch beim Menschen mit Diabetes der Blutzuckerspiegel wieder halbwegs normal bleibt. Damit bräuchten Diabetiker weniger Medikamente schlucken oder mit Insulinspritzen nachhelfen.

Eine echte Heilung von Diabetes wäre diese Betatrophin-Injektion natürlich nicht, doch ich denke, die Krankheit würde sich nicht mehr so lästig anfühlen, wenn wieder mehr Vertrauen in den eigenen Blutzuckerspiegel vorhanden wäre und mich die ewigen Medikamente nicht immer wieder an meine Diabetes erinnern würden. Insofern finde ich den Bericht durchaus interessant und hoffe, dass die geplante "CureBeta"-Initiative der Firmen Evotec und Janssen tatsächlich zu einem marktreifen Medikament führen werden.
17.12.13 15:07


Sehstörungen durch Diabetes: Die diabetische Retinopathie


Dass Diabetes für allerlei Probleme verantwortlich ist, weiß ich ja mittlerweile gut genug. Doch eher zufällig bin ich nun auf die sogenannte diabetische Retinopathie gestoßen, die für schwere Sehstörungen bis hin zur Erblindung verantwortlich ist. Etwa ein Drittel der Typ 2 Diabetiker haben eine Retinopathie oder werden eine entwickeln. Bei den Typ 1 Diabetikern sind es dagegen nur 5-8%. Bislang bin ich noch nicht von Sehstörungen betroffen, doch da die Wahrscheinlichkeit mit steigendem Alter zunimmt, habe ich mich nun doch einmal mit diesem Thema befasst.



Was ist eine Retinopathie überhaupt?

Die Retina (Netzhaut) ist die innerste Schutzhülle des menschlichen Auges, die aus mehreren Schichten Nervengewebe besteht. Die Retina nimmt die Umgebung auf und leitet die Impulse an das Gehirn weiter, das uns mit den entsprechenden Bildern versorgt. Die Retina wird von kleinen Blutgefäßen durchzogen, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel und Bluthochdruck geschädigt werden können. In der Fachsprache wird diese Schädigung Mikroangiopathie genannt. Sie führt zu Durchblutungsstörungen und Einblutungen in der Netzhaut, die irgendwann zur Erblindung führen können.

Im frühen Stadium ist von einer nichtproliferativen Retinopathie die Rede, bei der es zu Mikroaneurysmen und Einblutungen der Netzhaut kommt. Im späteren Stadium kommt es zur proliferativen Retinopathie, bei der der Körper aufgrund der schlechten Durchblutung der Netzhaut versucht, neue Blutgefäße zu bilden, die jedoch nur schlecht funktionieren. So sind sie dünner als normale Blutgefäße und verursachen häufig Einblutungen. Im schlimmsten Fall können sie jedoch auch schrumpfen und zu einer Ablösung der Netzhaut führen - wodurch der Betroffene erblindet.

Behandlung der Retinopathie

Problematisch ist, dass das frühe Stadium - das noch relativ leicht zu behandeln wäre - oft nicht erkannt wird, weil noch keine Sehstörungen auftreten. Erst wenn die Betroffenen nur noch verschwommen sehen oder gar dunkle Flecken die Sicht behindern, gehen sie zum Augenarzt. Treten "Lichtblitze" auf, ist dies ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich die Netzhaut löst.

Was also tun? Idealerweise gehen Menschen direkt nach der Diabetes-Diagnose zum Augenarzt um eine mögliche Retinopathie feststellen zu lassen oder aber zumindest sobald sie von der Möglichkeit dieser Erkrankung erfahren. Der Augenarzt kann die Retinopathie mit Hilfe einer Augenspiegelung feststellen und mit einer Behandlung anfangen. Wird noch keine Erkrankung festgestellt, sollten Diabetiker einmal pro Jahr zur Kontrolluntersuchung gehen. Ich habe jedenfalls schon mal einen Termin gemacht.
11.12.13 18:27


Männer und Frauen sind unterschiedlich - auch bei Diabetes


Der viel diskutierte "kleine Unterschied" zwischen Männern und Frauen macht auch bei der Diabetes nicht halt. Schuld daran sind sowohl die Hormone als auch der Körperbau, wenn man unterschiedlichen Studien glaubt.



Frauen mit viel Testosteron gefährdeter als Andere

Eigentlich gilt es ja als gar nicht verkehrt, wenn sich Frauen ab und zu ein wenig männlich geben. Wenn bei Frauen jedoch eine gesteigerte Konzentration an männlichen Hormonen wie Testosteron vorhanden ist - das heißt, wenn sie über einen hohen Androgenspiegel verfügen - ist ihr Risiko, an Diabetes zu erkranken, um bis zu 60% erhöht. Umgekehrt gilt für Männer ironischerweise, dass sie ein erhöhtes Diabetesrisiko haben, wenn ihr Testosteronspiegel niedrig ist. Allerdings liegt es "nur" um 42% höher als bei anderen Männern.

Bei Frauen wird der hohe Androgenspiegel unter anderem mit Insulinresistenz und Glucoseintoleranz in Zusammenhang gebracht, bei Männern geht ein niedrigerer Spiegel mit Adipositas und Insulinresistenz einher.

Auf der anderen Seite können spezielle Globuline, die SHBG, das Risiko wiederum senken: Bei Frauen mit einem hohen SHBG-Spiegel war das Erkrankungsrisiko um 80% niedriger, bei Männern um 52%. Das Sex-Hormone-Binding-Globulin (SHBG) ist nicht mit den sogenannten Globuli zu verwechseln, die aus der Homöopathie stammen. Bei den körpereigenen Globulinen handelt es sich um bestimmte Proteine im Blutplasma, die im Körper allerhand Gutes tun.

Körperbau schützt Frauen vor Insulinresistenz

Ein weiterer geschlechtsspezifischer Unterschied betrifft den Körperbau. Hier haben es Frauen besser: Die unterschiedliche Verteilung des Fettgewebes sorgt in Kombination mit den Östrogenen dafür, dass Frauen nicht so schnell eine Insulinresistenz entwickeln wie Männer, bei denen sich das Fettgewebe in der Bauchhöhle ansammelt.

Das Östrogen ist auch Schuld an einem weiteren geschlechtsspezifischen Unterschied: So wird Diabetes bei Frauen häufig erst in den Wechseljahren festgestellt - wenn der Östrogenspiegel gesunken ist und den Zuckerstoffwechsel weniger beeinflusst und die Bauchspeicheldrüse weniger vor oxidativem Stress geschützt wird (der wiederum die insulinproduzierenden Zellen negativ beeinflusst). Männer erhalten eine Diabetes Typ 2-Diagnose dagegen häufig schon viel früher.

Umgekehrt ist es wiederum bei Diabetes Typ 1: Liegt diese Erkrankung vor, wird sie bei Mädchen häufig schon in der Kindheit festgestellt, bei Jungen dagegen erst in der Pubertät. Auch hier spielt der Einfluss der Hormone eine Rolle.
3.12.13 18:00


Kaffeebohnen gegen Diabetes?


Diese Schlagzeile erregte nun meine Aufmerksamkeit. Leider geht es hier nicht um leckere Kaffeegetränke, die gegen Diabetes nützlich sein könnten, sondern um ein Extrakt aus den grünen Kaffeebohnen. Diese sind schon länger als "Schlankmacher" bekannt, können sich aber nicht so richtig am Markt durchsetzen, da der aus ihnen gebraute Kaffee ziemlich widerlich schmeckt (ist zumindest meine Meinung). Grüne Kaffeebohnen sind gewissermaßen das Original aus der Natur - die uns bekannte braune Farbe erhalten sie nämlich erst durch den Röstprozess, der den Kaffee einerseits wesentlich leckerer macht, aber andererseits auch dafür sorgt, dass die in den grünen Kaffeebohnen enthaltene Chlorogensäure zerstört wird.



Chlorogensäure in grünen Kaffeebohnen beeinflusst Blutzuckerspiegel

Diese Chlorogensäure hat auch eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel, wie nun US-Forscher in New Orleans beim alljährlichen Treffen der American Chemical Society erklärten. Die Chlorogensäure ist ein Antioxidans, das heißt, sie hilft dabei freie Radikale im Körper zu fangen und schützt die DNS vor Schäden. Weitere positive Effekte der Chlorogensäure sind die blutdrucksenkende Wirkung, ein heilsamer Einfluss auf Magengeschwüre und die Hemmung von Leberentzündungen. Sogar als Killer für Krebszellenkonnte Chlorogensäure schon identifiziert werden. Kurzum: Das Zeug ist unglaublich gesund.

Für Diabetiker ist Chlorogensäure insofern interessant, weil sie die Aufnahme von Zucker ins Blut verlangsamt. Die Forscher in den USA ließen nun bei 56 Männern und Frauen mit einem normalen Blutzuckerspiegel die Glukosetoleranz testen, d.h. die Schnelligkeit mit der der Körper einen plötzlichen Zuckerschub verarbeitet und den Blutzuckerspiegel wieder auf Normal runterregelt. Je schneller dies klappt, umso kleiner ist die Gefahr, an Diabetes zu erkranken. Nach dem ersten Test erhielten die Probanden einige Woche lang ein Extrakt der grünen Kaffeebohne mit Chlorogensäure, ehe ihre Glukosetoleranz erneut getestet wurde. Dabei stellte sich heraus, dass diejenigen, die die höchsten Dosen mit Chlorogensäure erhalten hatten, beim zweiten Test besser abschnitten.

Kaffeebohnen-Extrakt als Diabetes-Medikament?

Die große Frage für die Wissenschaft ist nun, ob ein Extrakt aus der grünen Kaffeebohne nicht nur dabei helfen könnte, Diabetes zu verhindern, sondern vor allem auch existierende Diabetes zu behandeln. Dass Chlorogensäure einen positiven Effekt beim Abnehmen hat, ist ebenfalls schon länger durch Studien bekannt. Nun könnte möglicherweise eine Pille auf pflanzlicher Basis entwickelt werden, die bei der besseren Regulierung des Blutzuckers und zugleich beim Abnehmen hilft.
27.11.13 13:34


C-Peptid-Messung bei Diabetes Typ 2 ratsam


Es hängt wie ein Damoklesschwert über allen, die mit Diabetes Typ 2 diagnostiziert werden: Das irgendwann fällige tägliche Spritzen von Insulin, um den Blutzuckerspiegel auf einem normalen Niveau zu halten. Viele Menschen wissen jedoch gar nicht, wie es um ihre aktuelle Blutzuckerproduktion bestellt ist, denn obwohl jeder Diabetiker ständig den Blutzuckerspiegel misst, wird kaum geprüft, wie es eigentlich um die eigene Insulinproduktion bestellt ist.



C-Peptid-Werte analysieren die Bauchspeicheldrüse

Insulin selbst lässt sich kaum messen, wohl aber das sogenannte C-Peptid. Die Bauchspeicheldrüse produziert nämlich zunächst das sogenannte Proinsulin, das dann vom Körper in "echtes" Insulin und eben C-Peptid aufgespalten wird. Es ist leichter im Blut nachzuweisen als Insulin und kann Auskunft darüber geben, wie viel Proinsulin die eigene Bauchspeicheldrüse noch produziert. Dadurch kann der Arzt sehen, in wie weit eine zusätzliche Gabe von Insulin überhaupt notwendig ist. Am Anfang steht dabei eher die Frage nach einer medikamentösen Behandlung im Vordergrund, später - beim Fortschreiten der Diabetes - dann die Frage nach Insulinspritzen.

Gerade am Anfang einer Diabetes-Erkrankung lässt sich noch einiges gegensteuern - ich habe es ja selbst gemerkt, als ich nach der Diagnose meine Ernährung umgestellt habe und mich mehr bewegt habe. Zwar nehme ich Medikamente, aber es ist trotzdem beruhigend zu wissen, dass ich meinen Blutzuckerspiegel derzeit noch mit diesen Medikamenten und mit einer gesunden Lebensweise gut unter Kontrolle habe und meine Bauchspeicheldrüse noch gut funktioniert.

Weniger Spritzen durch regelmäßige Untersuchungen

Derzeit müssen Diabetiker für eine C-Peptid-Analyse im Labor noch selbst in die Tasche greifen. Die Preise liegen dabei so um die 30 Euro - eine Summe, die ich durchaus gerechtfertigt finde und die ich bereit bin auszugeben, um eine so wichtige Auskunft zu bekommen. Manche Mediziner sind auch der Ansicht, dass die C-Peptid-Analyse zum Standardprogramm bei Diabetikern gehören sollte. Vermutlich könnten viele Menschen auf Insulinspritzen verzichten, wenn festgestellt wird, dass ihre Bauchspeicheldrüse noch ausreichendes Insulin selbst produziert und lediglich etwas Unterstützung in Form von gesunder Ernährung, Bewegung und Medikamenten benötigt.

Die C-Peptid-Werte schwanken bei gesunden Menschen zwischen 0.8 und 4.2 Mikrogramm pro Liter. Allerdings wird erst bei Werten unter 0.2 Mikrogramm von einem Insulinmangel gesprochen, der durch Medikamente oder möglicherweise durch Spritzen behoben werden muss. Die Referenzwerte können jedoch auch je nach Tageszeit und Jahreszeit schwanken und hängen auch davon ab, ob sie in nüchternem Zustand oder nach dem Essen gemessen wurden.
20.11.13 11:00


Welt Diabetes Tag am 14. November


Als einzige Krankheit neben AIDS hat Diabetes ihren eigenen offiziellen Tag: Der Welt Diabetes Tag wurde 1991 von der International Diabetes Foundation (IDF) ins Leben gerufen und 2007 zum offiziellen Tag der Vereinten Nationen erklärt. In diesem Jahr steht der Welt Diabetes Tag wie schon im Vorjahr unter den Motto "Schützen Sie unsere Zukunft" und führt die seit einigen Jahren laufende Kampagne "Diabetes Prävention und Aufklärung" fort.



Warum ein Welt Diabetes Tag?

Ziel des Tages ist wie bei AIDS ein größeres Bewusstsein in der Bevölkerung über die Gefahren von Diabetes zu erreichen. Vor allem Diabetes Typ 2 breitet sich seit Jahren stark aus. Einige Zahlen, die die UN im Zusammenhang mit dem Welt Diabetes Tag veröffentlichte: Weltweit sind rund 250 Millionen Menschen von Diabetes mellitus betroffen und bis 2030 wird diese Zahl vermutlich auf rund 300 Millionen steigen. In Deutschland sind es 8 Millionen Menschen - also etwa jeder zehnte Deutsche! Von ihnen müssen 1.6 Millionen täglich Insulin spritzen.

Anders als Diabetes Typ 1, eine angeborene Krankheit, kann die Entstehung von Diabetes Typ 2 vielfach verhindert werden. Eigentlich sollte es mittlerweile ein alter Hut sein, doch scheinbar ist es noch immer notwendig, die Menschen auf die Gefahren von Übergewicht, falscher Ernährung und Bewegungsmangel hinzuweisen.

Der 14. November ist übrigens nicht zum Welt Diabetes Tag geworden, weil jemand auf gut Glück einen Pfeil auf einen Jahreskalender geworfen hat: Der 14. November ist der Geburtstag von Frederick Banting, der gemeinsam mit seinem Kollegen Charles Best Insulin entdeckte und ab 1923 industrielles Insulin produzieren ließ, das zahllosen Diabetikern auf der Welt das Leben rettete. Für ihre Arbeit wurden die beiden mit dem Medizin-Nobelpreis belohnt.

Veranstaltungen zum Welt Diabetes Tag in Deutschland

In vielen deutschen Städten werden am 14. November Veranstaltungen zum Welt Diabetes Tag stattfinden: In der Hauptstadt Berlin wird von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr ein breitgefächertes Programm im Internationalen Congress Centrum an der Messe geboten, darunter Vorträge zu Themen wie Prävention, gesunder Lebensstil, Hilfe zur Selbsthilfe und Behandlung. Zum bunten Rahmenprogramm gehört eine Kochshow - selbstverständlich mit Vorschlägen zur gesunden diabetischen Ernährung - und ein Auftritt des Shanty-Chores Luv & Lee aus Kiel.

In Lübeck wird im Rahmen der weltweiten Aktion "Leuchtfeuer der Hoffnung" das Holstentor abends blau angestrahlt. Dazu gibt es in der Petrikirche zwischen 15.00 Uhr und 18.00 Uhr eine Informationsveranstaltung, u.a. mit Profi-Schwimmerin Sandra Völker und der Uniklinik Lübeck.
11.11.13 16:29


Menschen mit einer Diabetes Erkrankung benötigen Attest für Flugreisen


Heute mal ein ganz neues Thema zum Aufregen: Die irrsinnigen Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen. So berichtete mir nun eine Freundin, die sich monatelang auf die lang erträumte Reise in ihre Traumstadt New York gefreut hatte, von einer heftigen Auseinandersetzung an ihrem Heimatflughafen, den wir aus Diskretionsgründen nicht nennen wollen. Zumal die Sache an anderen Flughäfen vermutlich genauso aussieht.



Mehrsprachige Bescheinigung bei Diabetes mitnehmen

Es ging darum, dass sie ihr Insulinbesteck ins Handgepäck gesteckt hatte, um im Fall der Fälle während des Fluges gewappnet zu sein. Die Herrschaften an der Sicherheitskontrolle sahen in ihrem harmlosen Insulinbesteck jedoch eine mögliche scharfe Waffe und wollten es ihr wegnehmen. Da sie ihren achtstündigen Flug nach New York jedoch keineswegs ohne Insulinbesteck antreten wollte - und zudem nur das eine Besteck dabei hatte - ließ sie es auf einen heftigen Streit ankommen. Meine Freundin hatte Glück - ältere, erfahrene Mitarbeiter der Sicherheitskontrollen ließen sie schließlich doch noch samt Besteck durch. Bei der gefürchteten amerikanischen TSA ging es auf dem Rückflug übrigens ganz problemlos ab - vermutlich ist man in den USA mit ihrem Adipositas Problem weit besser auf Diabetiker eingestellt als bei uns.

Da ich selbst zum Glück kein Insulinbesteck benötige und überdies nur einen kurzen Urlaubsflug ans Mittelmeer plane, betrifft mich die Sicherheitsregelung zwar nicht direkt, doch für alle hier lesenden Diabetiker gebe ich gerne die Auskunft des Sicherheitspersonals am Flughafen weiter: Wer mit Insulinbesteck fliegen will, benötigt ein spezielles Attest, das mindestens in Deutsch und Englisch, besser jedoch in mehreren Sprachen ausgefüllt wird. Das Attest listet minutiös auf, welche Gegenstände im Insulinbesteck vorhanden sind und mit ins Flugzeug genommen dürfen. Wichtig: Das Attest muss mit Unterschrift und Stempel vom behandelnden Arzt beglaubigt werden, sonst ist es nicht gültig!

Traubenzucker und Trockenobst mitnehmen

Das Thema "Diabetiker auf Reisen" werde ich in den kommenden Wochen noch ausführlicher behandeln. Für heute nur noch einige weitere Hinweise für längere Flüge. Schließlich ist man nach der Überwindung der Sicherheitskontrolle am Flughafen noch lange nicht am Ziel. Wichtig für jeden Diabetiker ist zum Beispiel eine Packung Traubenzucker als Notvorrat an Bord des Flugzeugs. Häufig hat das Kabinenpersonal auch Traubenzucker vorrätig, aber darauf sollte sich niemand verlassen. Geeignete Snacks sind auch Trockenobst und Kekse, die wichtige Kohlenhydrate liefern, vor allem wenn die Bordmahlzeit wieder einmal bescheiden ausfällt.
6.11.13 10:20


Nur zweimal Essen pro Tag bei Diabetes Typ 2?


Bislang galt für Diabetiker die Regel, dass mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt, besser sind als nur wenige große Mahlzeiten. Dies ist besser für den Blutzuckerspiegel, da der Körper in kleineren Abständen kleinere Mengen Zucker bekommt und sich alles besser verteilt. Diese gute alte Regel, die ich auch bislang beherzigt habe, wurde nun von Forschern in Prag auf den Kopf gestellt. Eine Dame namens Dr Hana Kahleova will festgestellt haben, dass es für Diabetiker besser ist, nur zwei große Mahlzeiten pro Tag zu essen.



Zwei Mahlzeiten pro Tag helfen beim Abnehmen

Klar, jetzt denkt jeder zuerst: Wer nur zweimal statt fünfmal am Tag etwas isst, nimmt logischerweise mehr ab, weil er weniger ist. So lief das Experiment in Prag jedoch nicht. Die Mediziner um Frau Kahleova führten ihre Studie mit insgesamt 54 Diabetikern durch, die bereits Tabletten gegen Diabetes schluckten. Die Teilnehmer waren im Durchschnitt knapp 60 Jahre alt, hatten einen Body-Mass-Index von durchschnittlich 32.6 (!) und einen HbA1c-Wert von 7.2 Prozent. Beide Gruppen bekamen über einen Zeitraum von zwölf Wochen lang eine kalorienarme Diät verabreicht - mit nur 500 Kalorien pro Tag (zum Vergleich: Die normale Dosis für erwachsene Frauen liegt bei 2000 Kalorien).

Zwei Gruppen bekamen die Diät dabei auf unterschiedliche Weise verabreicht: Die eine Gruppe bekam über den Tag verteilt sechs kleine Mahlzeiten und Snacks, die andere Gruppe bekam lediglich ein recht üppiges Frühstück und ein Mittagessen, danach war Schluss. Nach zwölf Wochen wurde gewechselt, d.h. die eine Gruppe bekam statt sechs Mahlzeiten nur noch zwei und umgekehrt.

Bei der Auswertung der Daten stellte sich heraus, dass die Leute in beiden Gruppen während der drei Monate mit nur zwei Mahlzeiten wesentlich mehr abgenommen hatten als während der drei Monate mit sechs kleinen Mahlzeiten. Außerdem hatte sich bei der "Zweimal Essen"-Gruppe der Fettgehalt der Leberzellen stärker reduziert. Je mehr Fett in der Leber vorhanden ist, umso schlechter kann das noch vorhandene Insulin die Glukoseproduktion in der Leber hemmen. Sinkt der Fettanteil, steigt die Effektivität des Insulins.

Jahrelang falsche Ernährung?

Mich wundert, dass diese Meldung keine größere Wellen geschlagen hat, denn wenn Frau Kahleova recht hat, bedeutet dies ja im Umkehrschluss, dass sich die meisten Diabetiker derzeit falsch ernähren. Ich warte jedenfalls erst mal weitere Berichte ab, ehe ich es mit nur zwei Mahlzeiten pro Tag versuche.
30.10.13 12:27


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